Home
Referenzen
Qualität/
Garantie

Traditioneller
Bogenbau

Pfeile, Köcher,
Zubehör

Bogenhölzer und
Materialien

Requisiten
Seminare und
Veranstaltungen

AGB und
Impressum










Bogenhölzer und Materialien

Bogenbau Material

Bogenhölzer
die von uns am häufigsten verarbeiteten Bogenhölzer




Rotangpalme (calmus) - Manau

Manau ist ein sehr langfaserig wachsendes Holz, mit ausgeprägten Kappilaren, die wenn die Stämme duchsägt werden, deutlich sichtbar sind. Dies ist die Grundlage für die ausserordentliche Elastizität und Bruchfestigkeit des Holzes. Manau wächst in fast allen tropischen Regionen unserer Erde. Die Fotografie links zeigt, wie ein Manau-Kinderbogen regelrecht um einen Baumstamm gewickelt wird, ohne, dass der Bogen bricht. Nach diesem Gewaltakt waren die Wurfarme plastisch stark deformiert (Set), es zeigten sich jedoch keine Risse.

Nachdem die Wurfarme wieder in ihre Ausgangsposition zurückgebogen wurden, konnte man mit dem Bogen weiter schießen. Die einzige Auswirkung die sich zeigte war, eine ca. 50%ige Reduzierung der Wurfleistung (also: es ist nicht empfehlenswert diesen Versuch nachzuahmen!)

Häufig wird angenommen, dass sich Manau nur für minderwertige Bogen mit geringer Wurfleistung eignet. Dies ist mangelndes Wissen und definitiv ein Irrtum!

Wir haben in einer systematischen analytischen Versuchsreihe festgestellt, dass am Markt befindliche Manaustäbe, in ihren spezifischen Eigenschaften, eine enorme Bandbreite zeigen, die weit größer ist als bei üblichen Bogenhölzern. Geht man als Kennzahl von den kleinsten Werten dieser spezifischen Eigenschaften aus, dann können diese um bis zu 133% nach oben abweichen.

Als nächster Schritt wurden von uns die spezifischen Eigenschaften ermittelt, die für Spitzenbogen Voraussetzung sind. Diese wurden in Qualitätsmerkmalen definiert, nach denen unsere Händler eine Sortierung für uns durchführen. Die so an uns gelieferten Manaustäbe werden in unserer Werkstatt nochmals geprüft und in einer A-B-C- Klassifizierung sortiert und gelagert.
Nur ca. 2% der am Markt befindlichen Manaustäbe können mit A klassifiziert werden, 3-4% mit B und ca. 6% mit C. Der Rest ist tatsächlich nur für minderwertige Bogen geeignet.

Diese Manau-Holzqualität, die Bauart als auch die Bauweise, stellt sicher, dass Sie von uns einen Bogen erhalten, welcher der höchsten Spitzenqualität entspricht und sich auch mit so manchem Glasfaserbogen messen kann, mit dem Vorteil, dass unsere Manaubogen nicht brechen, ein sehr geringes Massegewicht besitzen (270 - 400 g bei Recurvebogen) und ausserordentlich weich und angenehm im Auszug sind. Ein Bambusbacking steigert den Genuss des Schützen und bringt eine weitere Verbesserung der Wurfleistung.

Vergleichbare Vorgehensweisen finden bei uns auch für andere Holzarten und Materialien ihre Geltung.



Hier unser Video zu unseren Manau-Bambus-Bogen:




Hickory (carya)
Den Namen haben die Bäume von einem alkoholischen Getränk "pocohiquara", das die alten Algonkin-Indianer aus gepressten Hickorynüssen herstellten.
Der in 15 Arten, in Nordamerika und Ostasien vorkommende Verwandte des Walnußbaumes, besitzt ein sehr hartes, belastbares und haltbares Holz.
Es ist eines der, wenn nicht sogar das, zugfesteste Bogenholz der westlichen Hemisphäre.

Wenn man einen guten Bogen nicht nur über seine Leistungsfähigkeit definiert, sondern auch über seine Zug- und Druckfestigkeit und somit Bruchfestigkeit als auch über die Schönheit der Maserung, insbesondere in Bezug auf das Hickory-Kernholz, dann gehört Hickory nach Eibe und Osage Orange mit zu den besten Bogenhölzern überhaupt.



Eibe (taxus bacata)
Der lateinische Name leitet sich vom grichischen Wort τóξoν ab, dass "Bogen" bedeutet. Die Bäume wachsen sehr langsam und können mehr als 1000 Jahre alt werden.
Ihr Holz ist sehr zäh und bruchfest.
In Europa das Holz mit den besten Druck- und Zugfestigkeitseigenschaften für den traditionellen Bogenbau. Das Splintholz ist sehr zugfest und verbleibt am Bogenrücken, das Kernholz ist sehr druckfest und bildet den Bogenbauch.

Eibe lässt sich sehr leicht und angenehm zerspanen, besitzt jedoch auf Grund des oftmals unregelmässigen Wachstums und den sehr häufig anzutreffenden Ästen sowie Astknasten einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad, insbesondere für Anfänger im Bogenbau.

Das Splintholz ist sehr hell und kann in Einzelfällen unterschiedliche Farbschattierungen besitzen. Das Kernholz ist rötlich und verfärbt sich mit dem Alterungsprozess ins bräunliche. Auf Grund der Holzmaserung, Farbe, Unregelmässigkeiten im Wuchs als auch der Äste, zählt Eibe für uns mit zu den schönsten Bogenhölzern.



Ulme (ulmus)
Die weltweit vorkommende Ulme existiert in etwas 40 Arten. Die europäischen Ulmen können bis zu 40 m hoch und etwa 400 Jahre alt werden. Das auch "Rüster" genannte Holz ist zäh, zug- und druckfest und lässt sich sehr gut bearbeiten.
Wie bei fast allen Kernhölzern wird das helle Splintholz als Bogenrücken und das bräunliche Kernholz als Bogenbauch belassen, wobei wir auch schon Ulmen hatten, die fast nur aus Kernholz bestanden. Bei fast allen Kernholzarten kann ein Bogen auch nur aus  Splintholz oder Kernholz gefertigt werden. Ulme ist wie Hickory und Robinie eine sehr gute Alternative zur Eibe. Ulme gehört seit Jahrhunderten zu den begehrtesten Edelholzarten.



Esche (fraxinus excelsior)
Der zu den Edellaubgehölzern gehörende, schnell wachsende europäische Baum kann bis zu 40 m hoch und etwa 300 Jahre alt werden. Das sehr helle Holz besitz eine hohe Zug- und Druckfestigkeit, wobei das letztere die Druckfestigkeit von Kernhölzern nicht erreicht. Aus diesem Grund eignet sich die Esche eher für Flachbogen.
Auf Grund der guten Bruchfestigkeit, des häufig geraden Wuchses und der ausgeprägten, gut sichtbaren Jahrringe ist Esche auch ein ideales Holz für Anfänger im Bogenbau, zumal es sich auch leicht bearbeiten lässt.



Eberesche (sorbus aucuparia), Vogelbeere
Der schnellwachsende Baum wird selten höher als 15 m und kaum älter als 100 Jahre. Das Holz ist zäh, lässt sich gut bearbeiten und besitzt einen sehr hohe Zug- und Druckfestigkeit, die zwar unterhalb der Kernhölzer liegt, jedoch höher ist als die  der Ahornarten. Eberesche kann duchaus als Alternative zur Ulme betrachtet werden. Das Holz besitz eine sehr schöne Färbung, die von hellbeige über ockerbraun bis rötlichbraun reichen kann. Aus diesem Holz können Flachbogen auch mit sehr schmalen Wurfarmen gebaut werden. Weiterhin ist es möglich, kurze Bogenlängen zu realisieren. Die markante Ausprägung der Früh- und Spätholzjahrringe ergibt eine wunderschöne Holzmaserung des Bogenbauches.





Bergahorn (acer pseudoplatanus)
Die Bäume können bis zu 30 m hoch und etwa 500 Jahre alt werden. Sie zählen zu den Edellaubhölzern. Das Holz ist hart, lässt sich aber gut bearbeiten.
Das Holz ist sehr hell, fast weiß. Nach dem Feinschliff und der Imprägnierung zeigt sich, bei richtigen Lichtverhältnissen ein feiner perlmuttartiger Effekt bzw. -Glanz.
Bergahorn ist zugfest jedoch wenig druckfest und neigt somit zu einem stärkeren Set, als Esche und Eberesche. Es wird hauptsächlich für Flachbogen verwendet.
Als Anmerkung: Alle Ahornarten können als Bogenholz verwendet werden.



Backingmaterialien

die von uns am häufigsten verwendeten Backingmaterialien teilweise zur Steigerung der Wurfleistung und Bruchsicherheit

Bambus Manau


Hickory Splintholz Rohleder


Tiersehnen gefasert
für das Backing eines Plainsindianerbogens
werden ca. 20 Antilopensehnen benötigt.

Zum Zerfasern einer Sehne benötigt es
etwa 600-700 Hammerschläge.
Schlangenhaut




nach oben
GPW-History Tools & Archery, Inhaber Jerzy Wozny - Siegenweg 12a - 57299 Burbach-Holzhausen - Tel. 0 27 36 / 29 28 69, Email: wozny@jw-gpw.eu - www.jw-gpw.eu
Traditioneller Bogenbau - Selfbows - Manaubogen - Manau-Bambusbogen - Compositbogen - Jagdbogen - Hobbybogen - Jugendbogen - Feldschützenbogen -
Bogen orientiert an historischen Vorbildern -
Bogen nach Ihren Wünschen und Vorstellungen - historische Nachbauten - Pfeile - Köcher - Zubehör - Staves